dead bead dance - press review

"Untypische Musik. Untypische Band. zweifelhaftes Umfeld: Zwei Herren aus Paderborn und eine Dame aus Tokyo haben keinen Bock auf konventionellen Pop oder Rock oder Elektro Mucke. Als Trio mit Gastmusikern erscheint mit Dead Beat Dance bereits der dritte Rotator und der liegt nicht nur, wie erwähnt, etwas neben dem unsrigen redaktionellen Thema "Rock", sondern ist auch darüber hinaus schwierig einzuordnen. Grob kann man das Ganze als Elektropop mit Gitarren beschreiben. Dabei ist der elektronische Bestandteil eindeutig dominant, was sich in den Beats, Synthesizer und allerlei Soundeffekten widerspiegelt. Vereinzelte Gitarrenklänge und Strophe / Refrain Songstrukturen sind eigentlich die einzigen Faktoren, die mich bei der Musik von FLInCH wirklich an Rock denken lassen. Einflüsse oder Zitate bestimmter Bands glaube ich aber dennoch aus dem Sound herauszuhören: So erinnert der Opener "Protection" irgendwie an DEPECHE MODE mit klitzekleinen Alternative Rock Teilchen. In "OK Goodbye" geben die Gitarren und die Grundstimmung Spuren von PLACEBO frei, genauso verhält es sich bei "Enter My Name" mit dem Sound von COLDPLAY. Auch wenn FLInCH definitiv nicht meine Baustelle sind, so finde ich es dennoch bemerkenswert, wie (relativ) organisch die Produktion trotz der kühlen Elektronik ausgefallen ist. Außerdem sind die Arrangements, die entweder durch viele feine Soundeffekte bombastisch aufgeblasen oder eher minimalistischer gehalten wurden, nicht langweilig und haben zumindest mir Unbedarften Kurzweil beschert. "Tot" wie im Titel angedeutet, klingt hier eigentlich nichts. Elektropop, Alternative, Electro-Indie - nennt..s wie ihr wollt: FLInCH sind schräg, eigensinnig und für Rockfans definitiv zu elektrisch. Aber uninteressant sind sie auch nicht."

ffm-rock/thorsten dieterle (06/2009)