"Es ist für Rezensenten ja grundsätzlich immer schön, wenn man beim Hören einer Platte merkt, dass die Protagonisten viel Herzblut und Zeit in ihr Werk gesteckt haben. Auch die Paderborner Flinch haben hörbar Mühe investiert; leider aber ohne auch nur einen einzigen, überspringenden Funken zu erzeugen. Die Musik trifft haargenau ins Schwarze in Bezug auf den Terminus 'belanglos'. Die Flinch-Mixture aus Gitarrenwave und elektronischen Ingredienzien wabert so dermaßen grau aus den Lautsprechern, dass man im Grunde nur dasitzt und wartet. Wartet, dass etwas passiert, dass eine mitreißende Melodie sich regt, dass irgendwelche packenden Momente passieren. Fehlanzeige. Genauso wenig vorhanden, eine gute Produktion. Die Stücke sind nicht nur in Punkto Songwriting nichtssagend, auch die Produktion ist dermaßen lasch, dass man sich mit einem Fragezeichen auf der Stirn in seinen Sessel hockt und sich fragt, was der Sinn des Ganzen ist. Und wenn man dann zu guter Letzt noch mit einem Sänger konfrontiert wird, der sich zwar abmüht, aber im Grunde noch zig Stunden Unterricht hätte nehmen müssen, dann mache ich das Licht aus und sage: Gute Nacht." zillo musikmagazin / breda maßmann (07/2009) |